Mittwoch, 18. Oktober 2017
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Bautzen-Komitee e.V.
Politische Häftlinge der SBZ/DDR
Bautzen-Komitee e.V.

Gästebuch

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Einträge:

Ines Burckhardt schrieb:

Sehr geehrte Damen und Herren,

zurzeit recherchiere ich für eine NDR-"Zeitreise" (eine wöchentliche Reihe des nordmagazins) zu Dietrich von Maltzahn. Er war 1975-77 politischer Häftling und, da er Arzt war, musste er in Bautzen I als Gefängnisarzt 1976/77 arbeiten. Ich suche ehemalige Häftlinge in Bautzen I aus der Zeit.
Desweiteren würde mich interessieren, ob Sie Nachforschungen zu ehemaligen Aufsehern/Ärzten gemacht haben? Ich habe von einigen Klagen gelesen, zum Beispiel gegen den Gefängnisarzt Gerhard, aus denen m.E. aber nie eine Verurteilung resultierte.
Unter anderem hat Paul Böhm 1990 Strafanzeige gegen den Arzt gestellt. Haben Sie eventuell Kontakt zu ihm?

Für Ihre Hilfe wäre ich wirklich sehr dankbar.
Mit besten Grüßen aus Schwerin
Ines Burckhardt
iburckhardtndrde

Einträge vor 2014

Am 10.09.2012 um 10:30 Uhr schrieb Christina Wendt folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Nachdem ich gestern wieder einmal den Tag des Offenen Denkmals genutzt habe, um mehr über BautzenII zu erfahren - ich bin Jahrgang 1950 und wusste bis zur Wende nur, dass es in Bautzen "das gelbe Elend" gab und dort auch politische Häöftlinge saßen - und mit ehemaligen Insassen ins Gespräch zu kommen, bin ich anschließend immer tagelang aufgewühlt und suche im Internet nach weiteren Informationen. Meistens erfahre ich nicht, was ich suche, aber doch immer wieder Neues. Heute nun bin ich auf diese Homepage gestoßen und ich möchte Ihnen ein großes Dankeschön aussprechen. Die Präsentation ist ganz toll und besonders das Totenbuch mit der Hintergrundmusik haben mich sehr berührt.
Ich habe bei den Gesprächen noch etwas festgestellt. Wie meistens im Leben sind die, die sehr lange Zeit hier verbrachten und sicherlich sehr gelitten haben, sehr ruhig, in sich gekehrt, und sie erzählen nur, wenn man sie fragt; wogegen manche Ehemaligen das Ganze wohl eher lustig fanden. Ganz besonders fiel mir gestern ein Mann auf, der sich einfach in Gespräche einmischte, ungefragt das Gespräch an sich riss und aus seinem Leben erzählte, was keiner wissen wollte. Er war kein Ehemaliger, eher ein ehemaliger Stasimitarbeiter.
Trotzdem werden wir auch im nächsten Jahr wieder dort sein und hoffen, den ein oder anderen wieder zu treffen.
Mit freundlichen grüßen
Christina
Mit fr


Am 26.06.2012 um 18:54 Uhr schrieb Werner Garlipp folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Hallo miteinander,
diese Lektüre des Bautzener Gästebuches (seit ca. 3 Std.) war so beeindruckend, dass ich hier zumindest ein Grußwort an alle von DDR-Unrecht Betroffenen loswerden muss!
Ich selbst, Jg ´49 & ursprünglich bei Magdeburg zu Hause war nicht gar zu arg betroffen davon, hatte seinerzeit ´67 meine beiden Fluchtversuche (Berlin & Seegrenze Rostock) noch rechtzeitig vor Entdeckung abgebrochen und hatte später (mehr oder weniger angepasst trotz gelegentlicher Aufmüpfigkeit) relativ unbehelligt in diesem Staat gelebt. So war es nun mal!
Dieser Kelch euer aller bitteren Erfahrungen hier mit dem „real existierenden Sozialismus“ war also an mir Gott sei Dank vorbei gegangen!
Mich interessiert diese Seite hier aber v. a. im Kontext mit der so genannten „DDR-Unrechtsstaatsdebatte!“
Ich bin hier auf dieser Seite bei der Recherche nach einem Leserbriefschreiber in einer Rostocker Gazette gelandet!
Da werden heute von gewissen Zeitgenossen juristische Spitzfindigkeiten ins Feld geführt - z.B., dass ja auch die zur DDR-Zeit geschlossenen Ehen rechtsstaatlich waren und man ergo annehmen kann, es sei auch sonst ganz „rechtsstaatlich“ dort zugegangen, bzw. die DDR hätte quasi „Jedes Recht“ gehabt, ihre Interessen mit allen Mitteln staatlicher Gewalt (inklusive der auf dieser Seite beschriebenen) durchzusetzen.
Einen dieser Zeitgenossen, Joachim H. Rudek aus Rostock, habe ich hier nun mit (vom Admin. bereits kommentierten) Eintrag vom 21.01.2009/ 10:29 bei meiner Recherche wiedergefunden! Wie er sonst so tickt (z. B. zum Thema DDR -„Unrechtsstaat“), könnt ihr im Leserbriefarchiv des „Rostocker Blitz“ vom 25.11.2010 unter
--> http://www.blitzverlag.de/leserbriefe/index.html?month=11&year=2010&page=3
nachlesen! Damit wird die Denke dieser Zeitgenossen an diesem Beispiel mal exemplarisch nachvollziehbar!

Ihr alle hier, indem ihr eure bedrückenden Schicksale glaubhaft schildert, indem ihr aktiv ganz reale Kameraden, Verwandte & Mit-Opfer sucht, seid der lebende Beweis dafür, dass frühere Täter eben irren, wenn sie meinen, mit juristischen Spitzfindigkeiten und Nebelkerzen im Nachhinein Geschichte fälschen zu können!

Mit der Wahrnehmung justiziabel nicht mehr aufzuarbeitender Aufgaben historischer Wahrheitsfindung und Dokumentation erfüllt diese Website hier auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion im Nachwende- Deutschland!
Dafür gebührt den Initiatoren und Betreibern dieser Seite hier der Dank aller von DDR-Unrecht Betroffenen – in meinem Fall ist es ein schon von Stalins Truppen 1946 in Sachsenhausen internierter und 1947 gestorbener Opa(der nicht mal PG gewesen war) und eine im Nachgang 1954, also bereits zur DDR-Zeit, enteignete Familie meiner Mutter.

Abschließend noch ein Gedanke aus der Lesung (inklusive Diskussion) vom 22.04.09 in St. Marien Ribnitz „Erinnerungen an meine politische Haft in der DDR 1976 – 1978“ von & mit Karl Krüger und Moderator Dr. Holger Höffer/ BStU – Außenstelle Rostock: -->
„… niemand hat die Vorteile des neuen rechtsstaatlichen Systems schneller genutzt, als die Täter und Träger des alten Systems…“

Dabei ist alles ganz einfach zu erklären: Recht, resp. Rechtsstaatlichkeit (im Sinne moderner abendländischer Staatslehre), kann es nur dort geben, wo es auch eine von sonstiger staatlicher Macht Unabhängige Judikative als DRITTE GEWALT gibt! Das aber war mit dem „Alleinrechthaben-Anspruch“ der SED in der DDR aber nun mal nicht der Fall und damit war diese auch kein „Rechtsstaat“!


Am 17.04.2012 um 18:41 Uhr schrieb Dieter Henning folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Suchanzeige: Betr. „Rentenrechtlicher Nachteilsausgleich“ wird bei Altersrenten abgezogen. ( Siehe BerReHaG )
Suchen guten Rechtsanwalt, der uns wegen der Ungleichbehandlung in
zwei gleichartigen Gesetzen bis ggf. zur Verfassungsbeschwerde auf Erfüllung des Gleichheitsgrundsatzes vertritt .
(Rechtsschutzversicherung vorhanden).
Ungleichbehandlung deshalb, weil es in dem StrRehaG im § 17 a eine Anrechnungsfreiheit gibt, genau diese im BerRehaG aber fehlt und so wird uns der rentenrechtliche Nachteilsausgleich von der Betriebsrente wieder abgezogen.
Interessiert ? Bitee melden bei D:H: Banzendorfer Str 69, 16835 Lindow


Am 20.11.2011 um 20:00 Uhr schrieb Heinz Quart folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Tja, wo sollte man beginnen & wo nur aufhören dürfen ?
1967 wollte ich mit einem Freund diese DDR verlassen & begaben uns auf dem Weg Richtung „Prenzlau“ wo wir diese Grenze nach Polen durch brachen bis hin nach der Stadt „Szczecin“ wo wir auf einem Schiff nach Hamburg wollten.
Gefangengenommen und nach der DDR ausgeliefert, kam wir in der Haft nach Prenzlau.
Dort saßen wir nun & schmiedeten Pläne darüber, wie wir wieder hier wohl rauskommen könnten & so brachen wir gemeinsam mit noch zwei weitere Zelleninsassen aus dem Untersuchungsgefängnis aus. Diese beiden anderen hatten sie nach circa drei Stunden & wir waren auf der Flucht nach dem „Goldenen Westen“.
Vier Monate später bekamen sie uns doch in Gdan’sk und wurden zurück nach der DDR gebracht, wobei sich die Spur meines Kameraden verlierte.
Wurde per PKW mit den Handschellen auf dem Rücken direkt nach Berlin Hohenschönhausen gebracht & war dort ganze 9 Monate bevor ich vor einem Gericht zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde & anschließend vor dem Militärgericht gestellt wurde.
Dort wurde mir erklärt, damit ich alle Rechte als Bürger der DDR aberkannt bekam & aus dem Militärdienst verwiesen wurde, obwohl ich noch kein Soldat gewesen war, wurde mir das Recht an der Waffe versagt.
Kam danach in einem Otto Grotewohl Express nach Bautzen II
Meine Anwesenheit war zwischen 1967 & 1969, bevor ich
nach Bautzen 1 verlegt wurde, weil dort so Dringend ein Malermeister gesucht wurde.
Habe in Bautzen II auch diese DuZ. & Stz. kennen lernen müssen & nur dieser „GLAUBE“ an die Freiheit hielt mich am Leben.
War dort in der Zeit „NIEMALS“ allein, denn alle hielten zusammen, den man vertrauen konnte, ohne beim V-Nuller bzw. OKZ vorstellig zu werden müssen.
In meiner Zeit trugen diese Männer „NVA-Uniformen“ aber auch blaue Overalls bzw.
grüne ohne Dubletten auf den Kragen oder Schultern.
Ein Gehirnschlag mit einem Herzinfarkt hat vieles bei mir pp. in Vergessenheit geraten lassen, und dies erlebe ich fast jeden Tag aufs neue, denn so vergesslich ist wohl kein anderer auf dieser Welt.
Als ich aus Bautzen 1 Entlassen wurde, dürfte ich nicht gleich das Tor zur Freiheit durch laufen, sonder kam in einen Bakas-Zellen Wagen & wurde nach Bautzen 2 schoffiert.
Erst am nächsten Tag wurde ich zum Bahnhof gebracht, in einem Zug gesetzt & peinlichst darauf geachtet, damit ich nicht andere Seite wieder ausgestiegen bin.
Habe mich in Berlin nieder gelassen & jegliche Arbeit verweigert & bekam erneut meine Quittung vom Gericht, 1 bis 2 Jahre Arbeitserziehungslager.
Von Rummelsburg nach Schwarze Pumpe, von dort nach Bitterfeld, wo das Lager für diese 1 bis 2 Jährige geschlossen wurde, weil diese 2 bis 5 Jährige kamen. Ich pp. kam danach nach Volkstedt wo für mich pp. erst recht die Hölle gewesen war, denn in Holzpantinen diese Lagerstrasse (Kopfsteinpflaster) auf & ab zu Marschieren war die Hölle auf Erden & auch darüber könnte ich grausame Romane schreiben zum Gedenken an diejenige, die nicht mehr unter uns weilen. Man sagte zu mir in einem Gespräch mit den (Pfarrer) Andreas Passarge und Mitbegründer der „arche“ Grünes Netzwerk ist, ((mit dem Mentor Manfred Stolpe 1986)),
damit man eine Entschädigung erhalten wird, nur von wem ???
Bitte meldet euch wenn ihr weiter Hilfestellung geben könnt,
Dankeschön !!!
Euer Heiner


Am 10.10.2011 um 17:34 Uhr schrieb Jana.Förster folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Hallo meine Damen und Herren.
Das was damals geschehen ist war echt grausam.
Ich hab mir vorhin grad alles von meiner Oma ( die zum glück noch lebt)über den aufenthalt in Bautzen angehört.Sie war so circa ab 1948 bis 1950 und wurde dann nach Sachsenhausen ins speziallager versetzt.Kann sich noch jemand an Anny Heinke erinnern.?Sie hat auch ein Bericht in das Buch" gelbes Elend" geschrieben.
Liebe grüße.


Am 16.09.2011 um 13:40 Uhr schrieb Mike Dieter Fischer folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Sehr geehrtes Bautzen-Komitee,eine Frage .Meine Halbschwester erzählte mir das mein Vater in Bautzen gesessen hat wurde dann aber für 50000 Westmark freigekauft.Wie kann ich heraus finden was an diesen Aussagen stimmt und was nicht .Könnt Ihr mir weiterhelfen.Mein Vater hieß Dieter Wittig,Geburtsdatum hab ich jetzt leider nicht im Kopf.Danke klient mehrerer Opferverbände die sich mit der Aufarbeitung der SED-Diktatur beschäftigen.


Am 19.08.2011 um 10:03 Uhr schrieb Ewald Kurbiuhn folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
1989 haben sich viele Kommunisten schnell ein Christliches Mäntelchen umgehängt. Sie ahnten was kommt leider waren wir Demokraten nicht wachsam denn heute sitzt die rote Bande wieder gut getarnt in den demokratischen Parteien , in vielen Amtsstuben und auf der Regierungsbank


Am 02.05.2011 um 20:38 Uhr schrieb Gustav Rust folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.gustav-rust.de
Eintrag
Liebe Kameraden,

ich komme am Do., 5.5.11, mit Adam Lauks zum Bautzen-Forum, signiere meine Biographie "Ich war auch dabei", die ich um viele Fotos und Stasi-Akten erweitert neu auflegte und biete Bücher einiger anderer Stasi-Opfer an, darunter die von Benno Prieß und Walter Jürß. Pressestimmen zu meiner Biographie könnt Ihr in meiner Homepage unter "Bücher" bei diesen anklicken und lesen.

Ich war im Zeitraum von 1958 bis 1975 mehr als neun Jahre pol. inhaftiert, darunter 1968/69 auch im "Gelben Elend", dort etwa vier Monate in Einzel-und Dunkelhaft im Haus II, wo ich einen "Filmriß" erlitt, das Bewußtsein verlor und im HKH wieder aufwachte.

Bis zum 5. Mai mit kameradschaftlichen Grüßen,
Gustav Rust


Am 14.02.2011 um 16:19 Uhr schrieb Barbara Berger folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Eben habe ich die Totenliste gefunden: Mein Vater, Dr. Wilhelm Thiel, war auch dabei: Am 22.12.45 ohne Begründung auf einem offenen Lastwagen abtransportiert, kein Gerichtsverfahren, nicht einmal eine Todesnachricht. Diese bekam ich erst vom DRK nach 1990. Meine Mutter hat es nicht mehr erlebt. - Wie können diese kommunistischen KZ-Schergen heute noch mit guten Renten, doch ohne Gewissen weiterleben? Warum wurden sie nie zur Rechenschaft gezogen? Warum deckt diese "BRD" so viel Grausamkeit, so viel Unrecht, so viel Familienzerstörung? Nicht nur in Bautzen! Der "realexistierende Sozialismus/Kommunismus" war eine menschenzerstörende Grausamkeit. Meine Trauer um meinen Vater und meine Wut bleiben unbegrenzt.


Am 02.02.2011 um 16:03 Uhr schrieb Anne Brieg folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich bin für meinen Großvater auf der Suche nach Zeitzeugen! Er saß Anfang/Mitte 60 in Bautzen 2!
Er kannte den inzwischen verstorbenen Artur Göllner sehr gut! Wer zu der Zeit dort saß und Artur auch kennt, den bitte ich sich mit mir in Verbindung zu setzen, evtl. kennt er auch dann meinen Großvater


Am 19.11.2010 um 12:50 Uhr schrieb Claus Martin folgendes ins Gästebuch:
Homepage http://www.claus-martin.com
Eintrag    
Ich habe am 17.11.2010 die Gedenkstätte besucht. Was ich dort gesehen und erfahren habe, hat mich tief erschüttert und sehr nachdenklich gemacht. Es ist etwas völlig anderes, von staatlichem Unrecht in Form von Statistiken und abstrakten Zahlen zu lesen, oder an einem Ort wie diesem die Unmenschlichkeit eines paranoiden Systems direkt und plastisch vor Augen zu haben. Es macht mich sehr wütend, wenn ich an gelegentliche öffentliche Statements denke, in denen dieses Unrecht verharmlost wird. Es ist sehr wichtig, dass dieses Andenken wachgehalten wird. Ich möchte mich hier für die großartige Arbeit bedanken, die von Ihrem Komitee und den Betreibern der Gedenkstätte geleistet wurde, um diesen Ort zu einem so wertvollen Mahnmal zu machen.


Am 31.10.2010 um 11:20 Uhr schrieb Matthias Helgert folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Hallo,
am 16.10.2010 war ich zu besuch in der ehemaligen Haftanstalt Bautzen2.
Ich musste einfach dort hin um das bis jetzt verdrängte und vergessene Revue passieren zu lassen.
Es war erschreckend-ich hatte wieder das Gebrülle und Geschreie der Wärter in den Ohren und diesen seltsamen,eigenartigen Duft nach Bohnerwachs.
Umso befremdlicher ist es zu sehen und zu hören das die die damals unsd Häftlinge gequält und schikaniert haben heute wieder in leitenden Positionen sitzen während wir um unsere Rechte-Opferente-kämpfen müssen.
die Scherzbolde an der Macht wollen immer die Urteile sehen-als ob der Schliesser gekommen wäre und gesagt hätte hier ist Ihr Urteil.lachhaft
Alle weiteren Nachfragen bleiben mit dem tenor -wurden vernichtet -ungelöst.

Ich hoffe das sich wenigstens die besucher der gedenkstätte daran erinnermögen wieviel Unrecht hier geschehen ist und das so was nie mehr vorkommen darf-Menschen einsperren weil Sie frei sein wollen von Staatlichen Repressionen.


Am 23.06.2010 um 15:45 Uhr schrieb Sylvio Juschka folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Guten Tag,
Ich war am Freitag den 18.06.2010 mit meiner Freundin in der Gedenkstätte.Nach 20 Jahren bin ich das erste mal wieder in Bautzen gewesen.Ich selbst war an den Streiks in der STVE Bautzen1 dabei.Dank ihrer Austellung konnte ich so einiges Verarbeiten. Und meiner Freundin zeigen wie Ungerecht es in der DDR zu gegangen ist. Wir wünsche ihnen alles gute und das sie so weiter machen das das Unrecht nie wieder kommt.
Danke
Sylvio Juschka und Manuela Henke
Zürich den 23.06.2010


Am 25.05.2010 um 21:17 Uhr schrieb peter folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Hallo zusammen,da ich hier mehrfach gelesen habe das Opfer gesucht werden,möchte ich mal einen Hinweis geben,der vielleicht zum Erfolg führen kann.Nach meinen Freikauf wurde ich auch so wieder gefunden von Ehemaligen.
Rote Kreuz: arcdrksuchdienstorgund www drk-suchdienst.eu.Der Betreffende bekommt dann eine Karte,das Du ihn suchst und wenn er möchtest dann antwortet er/sie.So war es bei mir.Nach so vielen Jahren vergisst man Namen.
In letzter Zeit habe ich feststellen müssen,das unsere Peiniger schon wieder die Köpfe heben.Ich erwarte das wir enger zusammen rücken,da sonst durch die Linke,das Spiel noch mal losgehen kann.Das Pensionurteil von Karlsruhe für den Stasi muß wieder weg.
Noch eins,stammt nicht von mir,"vielleicht erfahren wir von der Linkspartei in einigen Jahren das Stasi Boss E.Mielke nur Opfer böswilliger Verleumter wurde.Ähnlich wird uns das noch ergehen,wenn man bei dieser Linkspartei feststellen wird,dass alle SED Kommunisten verleumdet und die Opfer,die Stasi nur erfunden hat"


Am 20.03.2010 um 03:14 Uhr schrieb Schultz Lutz folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Auch ich war einige Jahre in Bautzen (Gelbe Elend) und habe dort die ersten Jahre auf Eizelhaft (BU)zugebracht....Dort war auch ein gewisser Tierfeld (selbst Gefangener-ein Kinderf(xxx) im Rückfall)welcher draußen Polizist war. Er hatte im Trackt Schließergewalt. So hat er z.B. einen Gefangenen (Hendrik Neels) in meinem Beisein erst mit dem Gesicht gegen das Innengitter geschlagen und ihm anschließend einen dicken Knüppel über den Kopf gezogen....so das er fast das gesammte Ohr abschlug. Natürlich von Vollzugsbeamten umgeben. Vielleicht kennt ihn jemand?
Später war ich dann auf dem "Kommando Leutersdorf", dort haben wir ziemlich gut verdient und wurden damit ruhig gehalten. Aus dieser Zeit (1983-1987)suche ich schon sehr lange einen guten freund: Lutz Müller, aus Berlin (Stadtteil vergessen) Berliner Landstrasse 80
Wenn hier Jemand etwas weiß währe es toll!!

Macht weiter so....dachte immer interessiert keinen Menschen was dort geschah!


Am 24.11.2009 um 20:03 Uhr schrieb Gustav Rust folgendes ins Gästebuch:
Eintrag  
Liebe Kameraden,

in meiner Biographie "Ich war auch dabei", die ich jetzt erweitert neu auflegte, erwähne ich meinen damaligen (1962) Nachbarn Paul Kuchel aus Baruth/ Mark, der altersmäßig mein Vater hätte sein können und bestimmt schon vor längerer Zeit verstarb (ich bin Jg. 1940). Paul Kuchel war in Baruth Polizist und im Krieg als solcher in der Ukraine zum Polizeidienst eingesetzt. Er war dort für drei oder vier Dörfer zuständig und behandelte die eingesessene Bevölkerung gut, sonst wäre er zum Tode verurteilt worden. Paul Kuchel wurde 1946 vom NKWD nach Luckau und Bautzen verschleppt. Nach 10-jähriger Haftzeit kam er 1956 frei. Seine Tochter Anita war in Baruth zeitweilig meine Klassenkameradin. Nachdem sie geheiratet hatte, verzog sie mit den Eltern in die Gegend von Neuruppin, wo ihr Mann auf einem VEG tätig war...

Kann sich eventuell jemand an Paul Kuchel erinnern?

Mit kameradschaftlichen Grüßen,
Gustav Rust


Am 11.11.2009 um 21:54 Uhr schrieb Susann Pötschke folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Guten Tag,

wie kann ich an Informationen über meinen Urgroßvater kommen. Er soll ca. 1955 inhaftiert worden sein und angeblich an einem Herzinfarkt gestorben sein.
Kommentar    Für solche Anfragen ist in der Gedenkstätte Bautzen Frau Cornelia Liebold (cornelialieboldstsgsmwksachsende)zuständig, die dabei gerne hilft.


Am 21.08.2009 um 14:29 Uhr schrieb Hildesheimer folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.hildesheimfirma.de
Eintrag    
Freundliches Hallo an alle,
die Vergangenheit können wir nicht rückgängig machen, wir sollten Ihr auf jedenfall gedenken.
In der Gegenwart und Zukunft sieht es leider so aus, das die Personen die in Bautzen die macht inne hatten immer noch sich Unbescholten auf die Strasse trauen. Nach Bautzen am Leben zu sein ist auf gewisse Weise schon ein Kampf gegen die Ungerechtigkeit.
Freundliche Grüsse aus Hildesheim


Am 12.06.2009 um 21:48 Uhr schrieb kyra1 folgendes ins Gästebuch:
Eintrag  
Hallo liebe Leser,

erst kürzlich hatte ich mich mit einem ehemaligen Häftling von Bautzen unterhalten. Welch schrecklichen Erfahrungen musste er durchmachen, noch heute kann er keine Nacht durchschlafen. Er wollte fliehen aus der DDR, leider hat ihn das nach Bautzen gebracht. Meine Frage: In wie weit war die Pharmaindustrie der DDR an Versuchen von Häftlingen beteiligt, was hat man getan und gibt es da irgendwelche Literatur, bzw. Urteile, Zeugenaussagen? Wäre für jede Antwort dankbar.
Es geht hier speziell um die Zeit zwischen 1978-1988
Vielen Dank für die Mithilfe!


Am 29.05.2009 um 08:53 Uhr schrieb Dieter König folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Mir fiel in einigen Gesprächen auf bei uns im Schwarzwald, das ein Herr Peter Weidhaase in Bautzen damals im Gefängniss gearbeitet hat . Ist das Richtig


Am 03.02.2009 um 20:38 Uhr schrieb Alexander Bode folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin in der Woche vom 02.02.09 - 06.02.09 in der Zivildienstschule in Schleife (Sachsen) untergebracht. Im Rahmen des Unterrichtsprogrammes habe wir am 03.02. die Gedenkstätte Bautzen besucht. Man konnte Einiges über die Haftzustände und Gründe der Sowjets und der Herren Genossen erfahren. Wir lernten den Zeitzeugen Richard Böttge kennen, der sehr eindrücklich seine Situation schilderte und einen sehr persönlichen Einblick vor allem in seine Geschichte gab. Ich danke für dieses Erlebnis. Niemand darf vergessen was passiert ist. Ob NS-Diktatur, Sowjet-Willkür oder Stasi-Methoden.

MfG Alexander Bode


Am 21.01.2009 um 10:29 Uhr schrieb Joachim H. Rudek folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich selbst bin seit vielen Jahren in der Aufarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte aktiv, besonders bei dem Thema maritime Aktivitäten im Kalten Krieg.
In einem konkreten Fall geht es um den Häftling Jörg Bocho, der von 1974 bis 1976 in Bautzen II einsaß. In mir vorliegenden Häftlingsbriefen vom April 1976 schreibt Bocho, dass er in der Haft Ökonomie studiert. Das erscheint mir doch sehr außergewöhnlich zu sein, spricht man doch sonst immer von Folter und schlechter Behandlung. Bisher habe ich bei der Gedenkstätte vergeblich versucht, mir den Sachverhalt zu erklären. Warum schweigt die Gedenkstätte beharrlich? Schaden solche Fakten den Ruf der Haftanstalt, als Folteranstalt der Russen und der Stasi? Schafft sich die Gedenkstätte eine eigene Wahrheit? Wann wird man mir die Gründe erklären?
Mit freundlichem Gruß
Joachim H. Rudek aus Rostock
Kommentar    Sehr geehrter Herr Joachim H. Rudek aus Rostock,


ich bin mir immer noch nicht ganz klar, ob das nun eine Werbung für Ihr gerade erschienenes Buch sein soll oder einer dieser kämpferisch provozierenden Einträge, wie sie hier immer wieder versucht werden. Der Gedenkstätte geht es vermutlich ebenso. Allein schon Ihre Frage, in der sie Zweifel an den Aussagen der Häftlinge über die Zustände in Bautzen II äußern, spricht aber eher für die zweite Annahme.


Ich kenne die von Ihnen erwähnten Briefe nicht, aber in Ihrem Buch bezeichnen Sie Jörg Bocho als TopSpion der amerikanischen NSA und des bundesdeutschen MAD, der von Leipzig aus angeblich sogar mehrfache Geheimtouren in die Bundesrepublik und die USA machte. Potentiellen Käufern ihres Buches empfehle ich daher, zuvor den Artikel „Agenten, Iglus, Diversantentaucher – Das Ende eines absurden Ermittlungs-Konstrukt“ in der Zeitung Horch und Guck, Heft 63 zu lesen. Dann sparen sie sich vielleicht den Kaufpreis.


Aber was wollen Sie uns denn nun einreden: dass die DDR trotzdem so human war, diesem Staatsfeind zur Resozialisierung aus der Zelle heraus ein Fernstudium mit regem Briefverkehr erlaubt zu haben (jeden Morgen zur Uni werden sie ihn ja nun wohl doch nicht gebracht haben)? Soll hier wirklich jemand ernsthaft darauf eingehen? Warum versuchen Sie es nicht lieber in den einschlägig bekannten Foren der Genossen, da haben Sie sicher mehr Erfolg?


Wenn ich Ihren Eintrag trotzdem veröffentliche, dann nur, damit die Leute auch mal sehen, mit was man sich als Webmaster so alles beschäftigen muss.


Am 08.11.2008 um 12:46 Uhr schrieb Steffen folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.militaergefaengnis-schwedt.de
Eintrag    
Habe heute die Seiten hier gefunden und durchgelesen.
Es sind sehr interessante Seiten und Tatsachen,die nicht vergessen werden dürfen.
Ich beschäftige mich mit einem ähnlichen Thema- dem einzigen Militärgefängnis der DDR in Schwedt.
Vileicht ist einer wegen einer "Militärstraftat" nach Bautzen gekommen und wäre bereit, darüber zu berichten.
Ich würde mich über eine Kontaktaufnahme freuen.


Am 07.10.2008 um 00:05 Uhr schrieb Jochen folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Hallo! Ich möchte denjenigen eine wichtige Information geben, die hier auf der Suche nach einem der "Köpfe" von Bautzen II sind. Es handelt sich um einen ca. 2m großen, breitschultrigen, dunkelhaarigen Mann mit einem markantem Gesicht, Schnurbart und großem Kinn, der in Bautzen II ein Aufseher war.

Mich hat es sehr viel Mühe gekostet, diesen Mann ausfindig zu machen und hoffe, das Ihr mir helfen werdet dies Publik zu machen. Dieser Mann ist verantwortlich für viel Leid und Unrecht. Er heißt [zensiert] und ist jetzt ca. 56 Jahre alt, wohnt in Dresden auf der Wieckestr. und arbeitet bei der Debeka, Nürnberger Str. 49 in Dresden (Deutsche Beamtenkrankenkasse) als [zensiert] .

Was mir bei meinen Recherchen bitter aufgestieß, ist die Tatsache, dass er nach der Wende dort mit dem Vertrieb von Versicherungen an ehem. Stasimitarbeiter (offizielle und inoffizielle, z.B. Feuerwehr, Polizei, Stadtverwaltung etc.) ein Vermögen verdient hat. Es geht im gut und er hat keinerlei Verantwortung für sein Handeln tragen müssen.

Gern stelle ich bei Bedarf auch ein Foto zur Verfügung. Aus persönlichen Gründen habe ich hier nicht meine richtige E-Mail Adresse bekanntgegeben. Wer also Interesse an diesem Menschen und meinen Recherchen hat, schreibt dies bitte ins Gästebuch und ich werde denjenigen kontaktieren. Sollte jemand von Ihnen ebenfalls Erkenntnisse über diesen Herrn haben, so schreiben Sie bitte soviel Sie über ihn wissen. Danke!

Kommentar    Aus rechtlichen Gründen mussten einige der Angaben zensiert werden. Wir bedauern, so handeln zu müssen, aber leider erfahren die Täter heute einen besseren Schutz als damals ihre Opfer. Das ist wohl der Preis einer Demokratie. Wer daher mehr wissen will, schreibe nicht in das Gästebuch sondern wende sich direkt an mich, den admin, der das dann weiterleitet!


Am 26.09.2008 um 22:30 Uhr schrieb HENNIG folgendes ins Gästebuch:
Eintrag  
ich war auf der suche nach angaben über meinen onkel karl sarkander und sehr positiv beindruckt über die arbeit des bautzen-komitees. beim lesen des gästebuches machten mich die berichte der damaligen insassen der haftanstalt doch sehr betroffen. traurig ist aber, dass es noch viele "ewig gestrige" gibt, die ihre kommentare meinen hier einbringen zu müssen. ich wünsche dem komtee, dass es sich auch weiterhin davon nicht beindrucken lässt und seiner tätigkeit unbeirrt nachgehen kann.


Am 14.09.2008 um 13:16 Uhr schrieb Finke folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Ich suche ehemalige Mithäftlinge meines Onkels Walter Monien.Er war in Bautzen von 1951-52, wurde dann nach Halle überführt und in Moskau erschossen.Kann mir jemand Auskünfte geben,der mit Ihm in dieser Zeit inhaftiert war? Vielen Dank.


Am 01.08.2008 um 18:08 Uhr schrieb F. Schweig folgendes ins Gästebuch:
Eintrag  
Ich suche dringend Geschädigte, denen durch Herrn Falcke Leid zugefügt wurde.
F. Schweig


Am 17.07.2008 um 00:34 Uhr schrieb Frank Völtzke folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.hsvinseltoeplitz.de
Eintrag    
Hallo,schön das sich Menschen finden die an das Terrorregime DDR erinnern.Ich war selber lange Politischer in Cottbus-EB7. Werde Leute wie Arafat-den Eingangsquäler nie vergessen. An alle Alt-Kommunisten,Ihr kommt nicht wieder!


Am 15.06.2008 um 11:02 Uhr schrieb D.Schwarz folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Ohne Vergangenheit keine Zukunft
Es ist einfach lachhaft/total verlogen, wenn egal wer versucht im Nachhinein etwas im Rahmen des Möglichen wiedergutzumachen.
Das Ergebnis ist immer Verschlimmbesserung.
Mir persönlich ging es ob in Bautzen und oder Hohenschönhausen besser, als danach.
Kommentar    Wenn es Dir in Bautzen oder Hohenschönhausen besser ging als draußen, warum schreibst Du dann unter falscher E-Mailadresse?


Am 08.06.2008 um 09:14 Uhr schrieb Frank Hiob folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Sehr geehrte Damen und Herren,
zunächst möcht ich Sie beglückwünschen, zu einer hier sehr gelungenen Seite, doch nun zum Zweck meines hiesigen Eintrages.
Vorweg möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich nicht Insasse von Bauzen war. Ich war politischer Häftling in verschiedenen anderen Haftanstalten. Unteranderem lernte ich in der Zeit von 1974-1976 einen Herrn Peter Schmelzer in Torgau kennen. Er hatte davor einen 5jährigen Aufenthalt in Bauzen hinter sich. Meines wissens kam Peter Schmelzer aus Magdeburg. Ich wurde 1976 aus Torgau entlassen. Ich wurde 1980 von der Bundesrepublik freigekauft und habe im laufe der Jahre immerwieder versucht Peter Schmelzer ausfindig zu machen, leider ohne Erfolg. Nun möchte ich es auf Ihrer Seite hier versuchen. Vieleicht kann mir ja jemand weiterhelfen. Für Ihre Bemühungen, möchte ich mich jetzt schon bedanken.
freundliche Grüsse von Frank Hiob


Am 25.04.2008 um 09:45 Uhr schrieb Kurt Pickel folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Heute habe ich zum Erstenmal in Euren Seiten geblättert. Es läuft einem eiskalt über den Rücken wenn man all das wieder vor Augen hat was einst unser Schicksal war. Wie war das als man uns Zusammenschlug, die Verhörmethoden in den Kellern, das stehen vor einem Militärgericht und in 11 Minuten das Urteil:25 Jahre nach 358,Absatz 2 des Sovj.Militärstrafgesetzbuches. Dann die Tbc und das Gipsbett nachdem man mit den Gummiknüppeln zusammengeschlagen wurde. -All dies kommt wieder hoch und doch soll man es vergessen? Nicht mehr drüber reden? Nur weil die Täter von damals heute wieder in Amt und Würden sind?
Hat man all dies vergessen? Denkt heute noch Jemand an Siegfried Mingram, den man nicht entlassen hat weil er zu Krank war? Ach nein, sein Gesundheitszustand konnte ja im Westen den sogenannten sozialistischen Strafvollzug in Mißkredit bringen. Er wurde dann in einer Holzkiste in einem Auto auf dem der berühmte Satz:Keine Deutsche Mutter soll nie mehr Ihren Sohn beweinen,stand,als Toter entlassen.-Und all dies soll vergessen werden? Niemals!!
Danke Euch für Eure Arbeit.
Ein ehemaliger Häftling aus dem Gelben Elend


Am 21.03.2008 um 20:44 Uhr schrieb Dieter Henning folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Meine Suchmeldung nach Heinz Müller möchte ich vervollständigen : Heinz stammt/ wohnte in Magdeburg, Ottenbergstr. 3 (?) und war Elektriker von Beruf. Ich würde mich sehr freuen, wenn er noch lebt mit ihm in Kontakt zu kommen.


Am 15.02.2008 um 21:59 Uhr schrieb Dieter Henning folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Ich suche Informationen ( Verbleib, Wohnort etc.) von Heinz Müller, geb. 21.5.1928. Zuletzt mein Nachbar auf Saal 2 Kreuzbau, Block Dora 1951 .


Am 25.12.2007 um 16:30 Uhr schrieb Bethmann,Heinz-Werner folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Hallo,mit Interesse habe ich Eure Einträge gelesen,eins aber hat mich besonders
beeindruckt,ich meine das Ereigniss von März 1950 geschildert von
Franz-Friedrich Walter! Ein ähnliches Ereigniss widerholte sich 38 Jahre später
am 01.Dezember 1989 nur gibt es einen kleinen Unterschied: 1950 wurde der
Hungerstreick von der Komun. Diktatur blutig niedergeschlagen 1989 siegten die
Gefangenen! Ich bin im September 1988 im "GrotheWohl-Express nach tagelanger
Irrfahrt durch die damalige DDR in Bautzen angekommen,eigentlich sollte ich nach
Bautzen 2 aber aus einen mir unbekannten Grund blieb ich im "Gelben Elend"
Diese Hölle verließ ich am 21.Dezember 1989,drei Tage vor Weihnachten!
Dies ist nun 18 Jahre her aber dies Ereigniss holt einen immer wieder ein!
Man könnte noch viel erzählen aber nun Schluß.
Ein schönes Weihnachtsfest 2007 und ein neues Jahr 2008 wünsch ich all
denjenigen die die Hölle von Bautzen überlebt haben und einen stillen Gruß
denjenigen die aus Bautzen nicht wiederkammen!

Am 06.10.2007 um 19:25 Uhr schrieb R.Buchwald folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    Nachdem ich nun einen Teil meiner Haftakte habe und anschließend noch von der BtsU unterlagen erhalten habe, kann ich jetzt einiges an Fakten darstellen, wichtig ist aber wieder einmal die IM Tätigkeit unter den Gefangenen ( 3 IMs in 4 Schreiben ). Dann ist damit noch nachzuweisen, wie die Verfolgung der Stasi nach der Entlassung weiterging, ich bin 1977 im Januar entlassen worden und 1984 fand ich noch einen Eintrag, der eine operativen Bearbeitung beinhaltete.
Selbst von Dresden haben sich die Genossen damit beschäftigt, speziell die HVA IX hat sich mit meine Entlassung und das mitteilen an den Genossen in Berlin mitzuteilen.

Ja so war es und wir müssen aufpassen, dass es nicht wieder so wird.
Aber wir müssen auch Acht darauf geben, dass uns niemand die Geschichte der DDR verdrehen will, oder verniedlichen kann.


Am 28.08.2007 um 13:14 Uhr schrieb Manfred Köhler folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://hometown.aol.de/Opferrente/Opferrente.htm
Eintrag    
Info zur Opferrente / Ehrenpension:

Der Bundespräsident hat am 21.8.07 das Gesetz unterzeichnet.
Mit der Verkündung und der Veröffentlichung am 28.8.07
tritt es am 29.8.07 in Kraft.
Achtung: noch im August die Anträge stellen.

Näheres siehe auf meiner HomePage
http://hometown.aol.de/Opferrente/Opferrente.htm
In der Rubrik Bundespräsident.

Die Ausgrenzung vieler Opfer bleibt weiter auf der Tages-Ordnung.

Grüße, Manfred Köhler

PS.
Auf der HomePage von StasiOpfer befindet sich möglicherweise ein Virus.
Es wurde dort auch schon davor gewarnt.
Er wurde gefunden mit AOL Privacy Protection.
Name: Backdoor.Delf.lg


Am 09.08.2007 um 22:34 Uhr schrieb R.Buchwald folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Hallo alle Kameraden und Gäste,
auch ich war in Bautzen. Ich habe in der Haftanstalt Neustrelitz 15 Monate wegen Republikflucht dazu bekommen. Na ja, sie wollten mich eben länger im Knast behalten, weil wir in Berndshof (Ückermünde ) eine Welle von Ausreisewilligen waren ( ca. 60 Gefangene ) und die, die es der Anstaltsleitung angetan hatten wurden belohnt.
Ich war in der Zeit von Ende 1974 bis Januar 1977 dort. Den Fall mit dem erhängten Kameraden kenne ich auch, denn ich war zu der Zeit auch im Arrest.
Die Arbeit auf dem Kommando Robur ( in der Taglufthalle ), machte ich mit bis meine Ablehnungen von den Kassationsantrag angekommen waren. Mein sogenannter Erzieher war so ein kleiner, der wollte mich immer zum Sozialismus bekehren, selbst beim Haare schneiden ließ er keine ruhe, und er kam des öfteren mit Sonnenbrille zur Arbeit, ließ sie sogar im Keller auf, sollte eben keiner die blauen Augen sehen.
Dann verlangsamte ich meine Arbeitsleistungen und durfte dann wieder in die Arrestzelle.
Im Anschluss daran durfte ich für ca. ein halbes Jahr auf Absonderung bleiben.
Briefe schreiben oder Besuch Empfangen war in diese Zeit natürlich nicht möglich und der Besuch wurde unter dem Vorwand „ ihr Bruder möchte sie nicht sehen“ nach hause geschickt.
Bautzen ist ja ein Stück von Berlin entfernt und die Verwandten mussten sich immer einen Tag Frei nehmen und ihren Vorgesetzten erklären, für was sie den Tag denn brauchten.
Nach der Absonderung, kam ich dann zum Haus 2 rüber, auf eine Station der Besserungsunwilligen. Na ja, wir waren ja auch schlimm, so das diese Angst vor uns haben mussten.
Vielleicht kann sich noch jemand daran erinnern. Es waren Absonderungszellen mit einem Dreistockbett und wir durften für ein bisschen Tabak und Papier Staubsaugertüten kleben.
Die eine Hälfte des Haus 2 bestand aus Absonderungszellen und war voll belegt mit Kameraden die für die DDR nicht mehr arbeiten wollten, meine Kameraden aus Berndshof habe ich dort auch wieder getroffen.


Am 07.08.2007 um 03:28 Uhr schrieb Kurzwart ,Michael folgendes ins Gästebuch:
Eintrag  
Hallo! Ich weiß nicht wie ich anfangen soll,aber ich bin auf der Suche nach Zeitzeugen.Wer kann mir über meinen,leider verstorbenen Vati Auskunft geben??!!Ich liebte mein Vati über alles und jetzt,wo er nicht mehr da ist,weiß ich,ich habe viel zu wenig nachgefragt,über die die ganze Schei...Ich bitte,meldet Euch... Zur Person:Mein Vati heißt Karl-Heinz KURZWART,Geboren 08.05.1929 inhaftiert 1949 (5Jahre).Wer mir weiter helfen kann,,E-MAEIL supikurziwebde,oder einfach anrufen unter 01608520187 oder 03661434474.


Am 02.08.2007 um 20:12 Uhr schrieb E. Mundra folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    "Gelbes Elend"
Auswahl von Literatur

"Das Gelbe Elend". Bautzen Häftlinge berichten 1945-1956
Buchverlag Union Berlin 1992

Bechler Margret: "Warten auf Antwort"
Ullstein-Taschenbuch 1992

Kempowski Walter: "Im Block"
Goldmann-Taschenbuch 1987

Müthel Eva: "Für dich blüht kein Baum"
Fischer, Frankfurt 1957

Grewe Uwe: "Lager des Grauens"
Arndt-Verlag Kiel 1990

Wiener Dr. Horst: "Anklage Werwolf"
Rororo aktuell 1991

Prieß Benno:
"Unschuldig in den Todeslagern des NKWD"
Eigenverlag Prieß, Calw

Stern Joachim: "Und der Westen schweigt"
Schütz Oldendorf 1976

Heinisch Günter:"Solange du lebst"
Lebenszeugnisse-Leidenswege Dresden
2000
Hunger-Kälte-Isolation
Lebenszeugnisse-Leidenswege Dresden 1997


Am 20.07.2007 um 10:48 Uhr schrieb Mayk Neuleib folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich war 3 1/2 Jahre in Bautzen und dies war eine sehr schlimme aber auch lehrreiche Zeit. Denn ich habe gelernt, zu überleben. Mein Leutnant war Lehmann, war allgemein bekannt in Bautzen
Gruss Mayk Neuleib


Am 12.07.2007 um 22:34 Uhr schrieb Ralle folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Zum aktuellen Thema "Opferrente":Ich habe mehrere Jahre in Brandenburg eingesessen,davon 3 Jahre und 10 Monate als politischer Häftling!Da ich aber Arbeit habe und mehr als 1035.€ verdiene bin ich nun kein ehemaliger politischer Häftling mehr!Oder sehe ich das falsch?Jedenfalls bekomme ich die "Bettelrente" nicht!Es ist ein Hohn für alle Ex-Politischen welche jetzt arbeiten!Suche auf diesem Wege noch ehemalige Brandenburger der 70er und 80er Jahre,sowie Reiner Krenz und Klaus Schenke aus dem Erzgebirge! LG


Am 13.06.2007 um 18:36 Uhr schrieb Eva Schlingensief folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.eva-schlingensief.de
Eintrag    
Mein Cousin Jörg Bocho, leider im Jahr 1997 an den Spätfolgen seiner Haft verstorben, war von 1966 bis 1974 in Hohenschönhausen (8 Jahre) und die letzten 2 Jahre in Bautzen II vor seinem Freikauf und der Entlassung (Juli 1976) in die Bundesrepublik. Er war in Bautzen im 3. Kommando. Ich würde gerne Erfahrungen und Informationen austauschen mit Mitgefangenen, soweit noch am Leben und interessiert.


Am 09.06.2007 um 11:19 Uhr schrieb petra Reinhardt folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Mein VaterHeinz Arthur Reinhardt, geb. 3/3/1915 war Anfang der 50er Jahre in Bautzen inhaftiert und ist in 1955 nach dem Westen gefluechtet. Ist es moeglich irgendwelche information zu bekommen? Er hat nie viel ueber diese Zeit gesprochen. Tausend Dank!


Am 11.05.2007 um 22:10 Uhr schrieb herbert bluhm folgendes ins Gästebuch:
Eintrag  
Bautzen werde ich nie vergessen.ich war insgesamt 6 jahre und 3 monate in dieser
anstalt meine bisherigen nachforschungen haben ergeben,das die meisten schon verstorben sind.ich wurde 1970 in die brd entlassen.einst bekamen wir hohn von der ddr jetzt bekommen wir hohn von der brd.ich grüße euch alle tschüss herbert


Am 10.05.2007 um 18:23 Uhr schrieb Manfred Köhler folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://hometown.aol.de/Opferrente/Opferrente.htm
Eintrag    
An alle SED-Opfer.
Am 7.5.2007 fand im Rechtsausschuss des Bundestages (Marie-Elisabeth-Lüders-Haus), eine
„Anhörung der Sachverständigen zur Opferrente für politisch Verfolgte in der DDR“

statt.

Da zu diesem Thema sicherlich ein großes Informationsbedürfnis besteht,
hier ein kurzer Bericht von der Anhörung.
Es waren 9 Sachverständige anwesend:
Michael Beleites,
sächsischer Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR
Ulricke Guckes,
Juristin
Hubertus Knabe,
Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Hildigund Neubert,
Thüringische Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR
Jürgen Pauly,
Leiter des Amtes für Wiedergutmachung aus Saarburg
Johannes Rink,
Landesvorsitzender des Bundes Stalinistisch Verfolgter
und der Vereinigung der Opfer des Stalinismus in Deutschland für Sachsen-Anhalt
Heike Schrade,
Referatsleiterin beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Horst Schüler,
Vorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft
Reinhardt Schult,
Mitarbeiter beim Landesbeauftragten Berlin für die Stasi-Unterlagen
Es waren ca. 30 Bundestagsabgeordnete anwesend.
Darunter Wolfgang Wieland (Grüne), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)
Arnold Vaatz (CDU), Petra Pau (PDS)
Außerdem Vertreter der Print-Medien, und ca. 50 Besucher.

In den Tagen vor der Anhörung wurde jeder Sachverständige um eine schriftliche Stellungnahme gebeten.
Diese Zusammenstellung der Stellungsnahmen
(SED-Unrechtsbereinigungsgesetz, BT-Drucksachen 16/4842, 16/4846, 16/4409, 16/4404)
sind in meinem Besitz, können aber möglicherweise beim Sekretariat des Rechtsausschusses
Tel. 030 32430 angefordert werden.
Die Anhörung begann um 14:30 Uhr.

Der Vorsitzende stellte die Sachverständigen vor.
Nach den Vorträgen der Sachverständigen zu Ihren Stellungnahmen
(jeder ca. 5 Minuten, außer Hr. Pauly ca. 15 Minuten)
stellten die Bundestagsabgeordneten jeweils 2 Fragen an die einzelnen Sachverständigen.
Insgesamt Fragen von ca. 8 Bundestagsabgeordneten.
Die Fragen wurden vom Vorsitzenden der Anhörung gesammelt,
und dann von den Sachverständigen beantwortet.
Eine 2. Frage-Runde nach gleichem Ritus.
Von 9 Sachverständigen waren 8
sowohl in den Stellungnahmen, als auch bei den Antworten auf Fragen der Bundestagsabgeordneten der Ansicht:

1. Die Bedürftigkeitsklausel gehört nicht in eine Opferrente.
Sie diskriminiert die Opfer in 1.- und 2 Klasse.
2. Als Opferrente sollte
eine Sockelrente von z.B. mindestens 100 Euro für alle Rehabilitierten gezahlt werden.
Bedürftige sollten z.B. zusätzlich 150 Euro erhalten.
Für langjährige Haftzeiten sind entsprechend höhere Beträge vorzusehen.
3. Eine Opferrente muß personenbezogen sein.
Keine Zusammenrechnung mit dem Ehepartner.
4. Nicht anrechenbar mit sonstigen Einkünften.
5. Die Zersetzungsmaßnahmen der Stasi müssen, wenn nachweisbar, z.B. wenn nicht nur
eine OPK, sondern auch ein OV gestartet wurde und mindestens 2 Jahr aufrecht erhalten wurde,
Berücksichtigung finden.
6. Auch Schüler, die verfolgt und in ihrem Vorwärtskommen behindert wurden
müssen berücksichtigt werden.
7. Wir sind solidarisch mit den Opfern der NS-Diktatur.
Aber einer minderwertigen Entschädigung muß nicht eine Neue folgen.
Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.
8. Um die Ehre und das Ansehen der Opfer für zukünftige Generationen
zu würdigen und sie zu ermutigen, sollte die Opferrente nicht schäbig ausfallen.
9. Wenn es zu keiner befriedigenden, und gerechten Opferrente kommt,
sollte die Kapitalentschädigung wesentlich angehoben werden
Ein Sachverständiger (von 9), Hr. Pauly, gab zu bedenken, die vorgeschlagene Opferrente
ginge weit über die üblichen Opferrenten (NS-Opfer, Jüdische Opfer) hinaus.
Es könnten weitere Forderungen entstehen, und es müsse vergleichbar mit anderen Regelungen sein.

Vorhaltungen von Bundestagsabgeordneten und Hr. Knabe,
das z.B. Hr. Eugen Gerstenmeier (von 1954 bis 1964 Bundestagspräsident),
weil er während der NS-Herrschaft 1938 eine Lehrbefugnis als Theologie-Professor nicht antreten konnte
250.000 DM erhalten habe (Kaufkraftmäßig heute ca. 900.000 EURO, der Autor),
und das die 2.800 noch lebenden Mitglieder der DDR-staatsnahen VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes)
viele Millionen an Opferrenten erhalten,
folgte HR. Pauly mit langatmigen Erklärungen (mindestens 10 Minuten).
VVN sei ein Ausrutscher, etc.

Eigener Beitrag dazu
(Folgende Renten wurden - z.B. an Erich Honecker -, bzw. werden z.Z an VVN-Mitglieder gezahlt):
DDR-VVN-Zusatzrente 715.00 EURO mtl. (unabhängig von anderen Einkünften)
arbeitsunfähige Witwen 410.00
Vollwaisen 256.26
Halbwaisen 153.75

Zum Vergleich:
Die eventuelle Zahlung an vielleicht 70.000 noch lebende SED-Opfer würde mit ca. 72 Mio. EURO
höchstens ca. 30 Mio. EURO über dem Gesamt-Betrag liegen, den die 2.800 VVN Mitglieder erhalten.
Außerdem sind Klagen von MfS-Mitarbeitern anhängig, ihre volle Rente (mit Zusatzrenten) zu erhalten.
Denen würden höchste Gerichte in Deutschland wohl stattgeben.
Die Anhörung wurde um 18:30 beendet.
Siehe dazu den Bericht des Rechtsausschusses über die Anhörung.
http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2007/2007_119/02.html
Im TAGESSPIEGEL erfolgte am 8.5.2007 eine Bewertung der Anhörung.
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/08.05.2007/3248745.asp
Noch ein wichtiger Hinweis:
Am Mittwoch, den 16.Mai 2007 findet in Berlin ein Demonstrationszug für die Opferrente / Ehrenpension
von der Urania (Beginn Abmarsch 11:00 Uhr) zur CDU-Zentrale statt.

Für Irrtümer bitte ich um Nachsicht. Eine Haftung kann nicht übernommen werden.
Da im Gästebuch Farben und Fettdrucke nicht generiert werden,
bitte ich bei Bedarf (wegen besserer Übersichtlichkeit) auf oben angegebene Homepage zu klicken.
Mit freundlichen Grüßen, Manfred Köhler


Am 08.05.2007 um 19:59 Uhr schrieb Gustav Rust folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.gustav-rust.de
Eintrag    
Auf die Straße, Kameraden!
Mit kameradschaftlichen Grüßen,
Gustav Rust

----- Original Message -----
From: VOS-Bundesgeschäftsstelle-Hugo Diederich
Sent: Tuesday, May 08, 2007 3:09 PM
Subject: PM: Demonstration für eine gerechte Opferrente am 16.05.2007 zum Konrad-Adenauer-Haus/CDU-Geschäftsstelle

P R E S S E M I T T E I L U N G
-----------------------------------------

Am 16. Mai findet eine erneute Demonstration der Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft für eine Verbesserung des Entwurfs der Regierungskoalition zur Entschädigung der SED-Opfer statt.

Trotz der inzwischen vorgenommenen Verbesserung am Entwurf bedarf es noch immer deutlicher Änderungen daran. Deshalb wird der Gesetzesentwurf auch in seiner jetzigen Form von allen Opferverbänden als vollkommen unzureichend angesehen.

Um die zuständigen Parlamentarier noch einmal ausdrücklich darauf hinzuweisen, veranstalten die VOS (Vereinigung der Opfer des Stalinismus) der BSV (Bund der stalinistisch Verfolgten), das Bautzen-Komitee und die Vereinigung 17. Juni als die größten Verbände ehemaliger politischer Häftlinge der SBZ/DDR am 16. Mai 2007 in Berlin einen Demonstrationszug zur Parteizentrale der CDU. Ebenso dazu aufgerufen hat auch die UOKG (Union der Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft). Schon am 28. Februar hatten wir eine Demonstration zur Parteizentrale der SPD veranstaltet. Um deutlich zu machen, dass auch alle anderen Parteien für eine Verbesserung des Entwurfs mitverantwortlich sind, marschieren wir diesmal zur CDU.

Wir treffen uns ab 10:30 Uhr vor der Urania und marschieren um 11:00 Uhr dann geschlossen zum Konrad-Adenauer-Haus.

Alex Latotzky, VOS
Hugo Diederich, BSV
Harald Möller, Bautzen-Komitee
Wolfgang Holzapfel, Vereinigung 17. Juni

H. Diederich 0175 - 354 97 81
VOS-Bundesgeschäftsstelle
Vereinigung der ehemaligen politischen Häftlinge
- Opfer des Stalinismus e.V.
Stresemannstr. 90, 10963 Berlin
Rufnummer 030-2655 23 80
Fax 030-2655-23-82
WEB www.vos-fg.de


Am 23.04.2007 um 18:15 Uhr schrieb Initiative für die Opfer der SED-Diktatur folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://hometown.aol.de/Opferrente/Opferrente.htm
Eintrag
Die Homepage des Bautzen-Komitee stellt einen sehr wichtigen Beitrag
zur Aufarbeitung der SED-Diktatur dar.
Besonders in Zeiten der Verhöhnung der Opfer durch Stasi-Täter, und DDR-Nostalgie.
Regierung und Bundestagsabgeordnete sind aufgefordert,
diese informative Seite, und die Gedenkstätte Bautzen zu besuchen,
bevor sie mit dem geplanten 3. SED-Unrechtsbereinigungsgesetz die Opfer in 1.- und 2.klassig teilen.

Viele Grüße, Initiative für die Opfer der SED-Diktatur


Am 30.03.2007 um 19:30 Uhr schrieb Jana Sorge folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Mein Vati sahs im gelben Elend,weil er in den Westen wollte.Er erzählt mir darüber nichts und ich würde doch so gern wissen wie es war für ihn.Wenn ich ihn frage weicht er mir aus ich will ja eigendlich nicht so neugierig sein aber man hört und liest so viel-ich schaue im Internet oder ich habe mir auch schon ein Buch gekauft.Ich find es irgendwie schade das er mir nichts erzählt.Aber ich muß mich wohl damit abfinden,werweiß vielleicht war es einfach so so schlimm das er er verdrängt und nichts erzählt.Viele Grüße Jana


Am 10.03.2007 um 21:55 Uhr schrieb Gerlinde Böttcher folgendes ins Gästebuch:
Eintrag
Ich möchte mit jemand der mein Vater, Günther Böttcher, kannte in verbindung kommen. Er sass 52-61 in Bautzen.

Am 15.02.2007 um 20:23 Uhr schrieb Isolamento folgendes ins Gästebuch:
Eintrag  

Hallo,

ich wurde 1984 in der ehemaligen DDR geboren. Ich habe von der ganzen Stasi geschichte nichts mitbekommen. Da meine Eltern mit mir gleich nach der Widervereinigung in den norden gezogen ist. aber das ist eine andere Geschichte. Aufgrund einer Familien Situation wollte ich mich nun über Das Stasi Gefängnis informieren. Ich möchte Ihnen danken das sie diese Homepage online gestellt haben es hat mir einige Einblicke gegeben. Die für mich sehr wichtig sind damit ich das alles besser verstehen kann. Eine Verwandte von mir saß selber in Bautzen für 4Jahre. ich danke Ihnen ich werde mich sicher noch eine Zeit mit diesem Thema auseinander setzen weil ich mehr über die ehemalige DDR erfahren will.
Mit freundlichem Gruß
Isolamento


Am 14.12.2006 um 02:05 Uhr schrieb christine müller folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
ich bin auf der suche nach meinem vater karl-heinz korff. er war wegen spionage inhaftiert und ist in den 80iger jahren in der haftanstalt brandenburg verstorben.vielleicht kannte ihn ja jemand und kann mir weiterhelfen.ich habe leider keine unterlagen oder ähnliches und habe erst vor ein paar tagen seine spur gefunden.
vielen dank auch für diese möglichkeit der suche


Am 03.12.2006 um 19:46 Uhr schrieb Peter Wilhelm folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.art-of-pictures.de
Eintrag    Ich habe in den letzten Tagen in der Gedenkstätte Bautzen verschiedene 360° Panoramen erstellt.


Am 13.11.2006 um 14:58 Uhr schrieb Herbert Scherwing folgendes ins Gästebuch:

Eintrag    
Seit Kurzem habe ich beschlossen, meine Vergangenheit aufzuarbeiten, weil ich hoffe, daß die Alpträume dann irgendwann weniger werden (ganz aufhören werden sie wohl nie!). Ihre Seite ist sehr hilfreich, ich möchte mich dafür bedanken. Seit meiner Kindheit hatte ich Erfahrung mit Spezialkinderheimen, Jugendwerkhof und verschiedenen Gefängnissen.
Im Herbst 1977 wurde ich (zum 3. Mal) bei einem Fluchtversuch, diesmal per Fischerboot Richtung Schweden, erwischt. Nach längerem Aufenthalt in Untersuchungshaft wurde ich in den Grotewohl-Express verfrachtet und tagelang durch die Gegend gefahren. Fenster gab es keine, also wußte niemand wohin die Fahrt ging. Irgendwann hielt der Zug und man hörte eine Durchsage: "Buddesin, Buddesin", und ich bekam Panik, da ich glaubte, irgendwo in Russland gelandet zu sein. Dann kam die Durchsage:!Bautzen, Bautzen", besser fühlte ich mich aber trotzdem nicht.
2 Jahre und 8 Monate,bis September 1980 war ich im Gelben Elend inhaftiert, und diese Zeit wird mir nie mehr ganz aus dem Gedächtnis gehen.
Nur ein Vorfall als Beispiel: Als ich von der Nachtschicht kam wollte ich meinen letzten Kanten Brot essen. Wir hatten nur Aluminiummesser, und beim Schneiden rutschte ich ab und schnitt mir die Hand auf. Weil es fürchterlich blutete, meldete ich mich und kam auch ins Revier. Dort wurde die Sache als "Selbstverstümmelung" behandelt, ich wurde ohne Betäubung genäht! Am nächsten Tag kam ich dann für "3x7 und 1 Decke" in die Mumpe. Die Narbe habe ich heute noch.
Es ist schon erschütternd zu lesen, daß in den verschiedenen Gästebüchern immer wieder ehemalige "Staatsdiener" versuchen, sich als arme Opfer darzustellen. Bei vielen ist wohl meine Hoffnung, daß sie irgendwann von ihrem schlechten Gewissen eingeholt werden, vergebens. Es ist schon wahr: wer kein Gewissen hat kann auch kein schlechtes bekommen!


Am 19.08.2006 um 00:36 Uhr schrieb Sabine Schrank folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Sehr geehrte Damen und Herren,

ein sehr enger Freund von mir hat zu Beginn der 80iger Jahre als ganz junger Mann innerhalb seiner Militärzeit „Bekanntschaft“ mit dem Militärgefängnis in Schwedt machen dürfen.
Dort wurde er so gequält, dass er noch heute - mehr als 20 Jahre danach - an schrecklichen, immer wiederkehrenden Alpträumen leidet, darüber hinaus ist er seelisch krank und mit Anfang 40 ein gebrochener Mann!!!!

Ich selbst war im vergangenen Jahr (2005) in Schwedt und war mehr als schockiert darüber, dass von dem Militärgefängnis als solchem nicht mehr viel übrig ist:
Einige Gebäude wurden bereits abgetragen (wie auch Rainer Eppelmann – ebenfalls ein Betroffener - Anfang der 90er Jahre anlässlich eines Besuches festgestellt hat) , ein anderes wird zweckentfremdet als Asylantenheim genutzt, darüber hinaus gibt es keine Tafel, keinen Gedenkstein für all die Opfer, die jahrelang hier systematisch gequält und schlimmsten Repressalien ausgesetzt waren.

Von der Stiftung zur Aufarbeitung, die wohl vor allen Dingen sich selbst verwaltet, hörte ich, dass es doch eine (!!!!) TV-Dokumentation gäbe, die ja immerhin schon einmal gesendet worden wäre und in größeren Abständen immer mal wieder wiederholt würde.

Ich kann es nicht fassen!!!! Soll denn hier wirklich ein Mantel des (Ver)Schweigens über diesen schrecklichen Ort ausgebreitet werden.????

DAS WÄRE EIN HOHN FÜR ALLE BETROFFENEN!!!!!

Ich möchte gern Anschluss an eine Gruppe finden, die diese schändliche Vergangenheit im Militärgefängnis in Schwedt wieder ins Bewusstsein der Menschen bringen will und sich zur Aufarbeitung dieser Vergangenheit zusammengetan hat.

Falls es diese noch nicht geben sollte, können Sie mir insofern behilflich sein, bitte für mich den Kontakt zu einem Betroffenen herzustellen.

BZW

Sie mir einen Tipp geben können, wohin oder an wen ich mich diesbezüglich wenden kann?

Mit bestem Dank im voraus und freundlichen Grüßen

Sabine Schrank


Am 09.08.2006 um 16:24 Uhr schrieb Bodo Walther folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.freigekauft.de
Eintrag    
Ein paar mehr Geschichten als das Erlebnis, das ich hier auf dieser Seite geschildert habe, habe ich auf meine Webseite gestellt.
Ich finde die Diskussionen um das Unrecht der NS-Diktatur im Zusamenhang mit Bautzen recht überflüssig. Ich bin 1960 geboren und muß für das, was ich erzähle, keine Vergleiche ins Dritte Reich ziehen.
Es würde auch kaum weiter bringen.

Bodo Walther


Am 13.06.2006 um 01:19 Uhr schrieb Kritischer Beobachter folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Wir unterscheiden uns in unserer Betrachtung und Bewertung historischer Tatsachen wohl grundlegend. Sie listen Unschuldige und Täter des NS ohne Klarstellung in einer gemeinsamen Liste auf. Ob in dieser Liste auch unschuldig verurteilte enthalten sind die möglicherweise vorher selbst Opfer des NS waren interessiert sie dabei wohl erst Recht nicht. Sie betreiben damit eine Vermischung von Täter und Opfern. Diese Kitik müssen sie sich einfach gefallen lassen. Ich will ihnen trotzdem einer ehrlichen Ansatz in ihrer Arbeit unterstellen. Aus der Analyse der Rehabilitierungen nach 1991 können sie selber die Liste entsprechend ändern, wenn sie dies wirklich wollten.
Ich habe weder historisches Forschungsmaterial noch entsprechende finanzielle Mittel um die Urteile der sowjetischen Gerichte zu überprüfen.
Zu den Zuständen in den Lagern kann ich nix sagen, nur weiß ich das die Allierten 1945 in ein Land einmaschierten das für den Tod von 27 Millionen Menschen allein in der SU direkt verantwortlich war. Über das restliche Europa gar nicht zu reden. Wir reden hier über ein Volk in dem sich Millionen die Hände schmutzig gemacht haben. Rechtsstaaliche Prozesse gegen NS-Täter nach heutigen bundesbundesdeutschen Maßstäben waren da wohl ein frommer Wunsch. Die Zustände in den Straf- und Gefangenenlagern der Allierten waren nach Kriegsende wohl eher den allgemein schlimmen Bedingungen geschuldet als einem besonderen politischen Willen. Die Ursache für diese Bedingungen sollte man sich dabei in Erinnerung rufen.
Ich geb meine mail-Adresse nicht an um nicht ungewünschte Spam von irgendwelchen Leuten zu erhalten die ich nich sonderlich mag. Warum sie meine IP-Adresse veröffentlichen is mir auch nicht ersichtlich. Wenn sie ein mail-Adresse angeben können wir ja gerne weiter diskutieren. Ich hoffe sie haben als Essenz dieser Diskussion keinen Rechtsstreit nach den Grundsätzen einer rechtsstaatlichen Justiz nötig.
Ob sie solchen Braunen wie Rust ein Podium bieten, ist tatsächlich ihre ureigenste Entscheidung.
Kommentar    Lieber „keinbockaufspam“,
obwohl das hier ein Gästebuch und kein Diskussionsforum ist, aber auch ich ihnen einen ehrlichen Ansatz in ihrem Beitrag unterstelle, bitte ich sie nochmals: nennen sie mir durch ein rechtsstaatliches Gericht verurteilte Täter des Nationalsozialismus, die in Bautzen inhaftiert waren. Eine Schuld muss doch durch wohl ein rechtsstaatliches Gericht erwiesen werden und nicht durch eine Parteianweisung oder ein beliebige Stammtischmeinung.
Und nochmals, da sie es scheinbar übersehen haben, auch die angeblichen „Schuldigen“ sind zu Freiheitsstrafen verurteilt worden und nicht zum Tod durch Verhungert, Erfrieren, Verrecken an Seuchen, usw. Vergleichen sie doch erst einmal die Todeszahlen mit denen in den Lagern der Westalliierten, die es ja auch gab, bevor sie auf allgemein schlimme Bedingungen nach Kriegsende verweisen. Und wieso sind rechtsstaatliche Prozesse ein frommer Wunsch, wenn es sie in den anderen Zonen dagegen doch gab? Allein die Amerikaner haben über 1.000 Todesurteile gegen nachgewiesene NS-Täter verhängt (die meisten dann aber in Freiheitsstrafen umgewandelt). Ich finde ihre Empörung schon etwas seltsam. So erwähnen sie zwar eventuelle Opfer in der Liste, die schon unter der NS-Zeit inhaftiert waren und beklagen dann eine Vermischung von Opfern und Tätern – das Menschen, die gegen das NS-Regime kämpften und inhaftiert waren, nach Kriegsende aber plötzlich wieder zu politischen Gefangenen werden konnten, diesmal nur die ihrer vorherigen Befreier, scheint sie dagegen weniger zu empören.
Sie schreiben, dass sie zu den Zuständen in den Lagern nichts sagen können. Ok, warum schweigen sie dann nicht besser und machen sich erst einmal Schlau, lesen z. B. ein paar Bücher, bevor sie hier (ver)urteilen? Selbst wenn sich, wie sie schreiben, Millionen in diesem Volk die Hände schmutzig gemacht hatten, kann man doch keine Sippenhaft betreiben und Menschen einfach wahllos einsperren. Welches Verständnis von Rechtsstaatlichkeit haben sie denn?
Eine Analyse der Rehabilitierungen nach 1991, wie sie sie von mir fordern, ist mir nicht möglich, da Rehabilitierungen dem Datenschutz unterliegen. Mir liegen aber offizielle Zahlen aus Moskau vor. Der in der Hauptmilitärstaatsanwaltschaft für die Rehabilitierung von Ausländern zuständige Oberst der Justiz Leonid P. Kopalin gab in einem Bericht in Jahr 2000 an, dass von 1992 - 1998 bereits 7.100 Personen rehabilitiert wurden. Nur bei 2.080 wurde dem Antrag nicht stattgegeben. Darunter fallen z.B. nachgewiesene Spionage, ungesetzlicher Waffenbesitz, Diebstahl von Armeeeigentum aber auch Kriegsverbrechen, denn diese gab es unbestritten auch. Aber auch der 16jährige, der nach dem Krieg eine Pistole gefunden und eingesteckt hat, gilt noch heute wegen unbefugtem Waffenbesitz als schuldig und wird nicht rehabilitiert, auch wenn er dafür seine Jugend in einem Straflager verbrachte und daran zerbrach. Der jüngste, den ich kenne, war damals 14 Jahre alt. Gibt es ihnen denn nicht zu denken, wenn 77,4 Prozent der damals Verurteilten heute als unschuldig bezeichnet werden? Keiner von denen konnte sich zudem aussuchen, mit wem er zusammen in einer Zelle sitzt.
Aber nochmals: selbst die stalinistischen Gerichte hatten diese Menschen nicht zum Tod verurteilt. So groß kann ihre angebliche Schuld also auch nicht gewesen sein. Trotzdem starben sie zu Tausenden. War das denn kein Unrecht? Darf ihrer nicht gedacht werden?
Zu Herrn Rust bitte ich sie nochmals, genau zu lesen. Ich schrieb, dass wir nicht alle Ansichten teilen, aber Meinungsfreiheit gewähren. An seinen Beiträgen im Gästebuch kann ich nicht Verwerfliches finden. Und Herr Rust hat – im Gegensatz zu ihnen – die Gefängnisse der DDR als politischer Häftling persönlich erlebt. Wenn er also über Haft in der DDR schreibt, dann weiss er, wovon er schreibt. Der Webmaster


Am 13.06.2006 um 00:30 Uhr schrieb Daniel Weigelt folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Beitrag gelöscht
Kommentar    Lieber Herr Weigelt,
dass von jemandem, der eine website über die Werke und Texte von und über Stalin betreibt, eine über Deutsche Kommunisten mit Texten von Ulbricht und Honecker, über Sozialistische Gedenkstätten, usw., usw., kein vernünftiger Kommentar über uns zu erwarten ist, ist nahe liegend. Es ist schon tragisch, die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet kaum Schüler.

Der Webmaster


Am 12.06.2006 um 17:34 Uhr schrieb Kritischer Beobachter folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Zwei Anfragen:
1. Warum wir in der Rubrik Totenbuch nicht zwischen rechtmäßig verurteilten Tätern des Nationalsozialismus und tatsächlich unschuldigen Opfern unterschieden? Eine solche geschichtsrevissionistische Darstellung dient wohl kaum einem ehrenden Gedenken.
2. Warum werden die Eintragungen eines Gustav Rust kommentarlos toleriert? Schaut man sich die Linkliste auf seiner Seite an, sieht man aus welch konservativ-faschistoiden Ecke er kommt.
Kommentar    Lieber "Kritischer Beobachter" aus Dresden,anonyme Einträge mit Pseudo-Mailadressen werden hier eigentlich sofort gelöscht. Wir speichern auch grundsätzlich die IP-Adresse (hier lautet sie 141.30.210.83) für eventuelle weitere Schritte. Trotzdem will ich ihnen kurz antworten.
Nennen sie mir doch bitte von den Sowjets rechtmäßig verurteilte Täter des Nationalsozialismus, die in Bautzen inhaftiert waren. Die sowjetischen Militärtribunale entsprachen noch nicht einmal im Ansatz den Normen rechtstaatlicher Justiz, was sich u. a. auch an der Unzahl der seit 1992 erfolgten Rehabilitierungen durch die russische Militärstaatsanwaltschaft zeigt. Wer soll daher die Unterscheidung in Schuldige, die es gewiss auch gab, und Unschuldige übernehmen? Sie vielleicht, der sich nicht einmal traut, mit dem eigenen Namen aufzutreten? Und auch die Schuldigen sind doch wohl zu Freiheitsstrafen verurteilt worden und nicht zum Tod. Ist es folglich nicht ein Unrecht, sie dann unter Zuständen einzusperren, die ihren Tod herbeiführen? Ich darf sie vielleicht auf den offizielle Abschlussbericht der „Abteilung Speziallager“ aus dem Jahr 1950 hinweisen, der nennt, bezogen auf die 122.671 deutschen Lagerinsassen der zehn Lager die Zahl von 42.889 Verstorbenen. Das entspricht einer Todesrate von 35 Prozent! Deshalb sehen wir das absolut nicht als geschichtsrevisionistische (mit einem “s“ bitte) Darstellung an.
Und was Herr Rust auf seiner Linkseite schreibt, ist hier ebenso wenig von Belang wie das auf ihrer, falls sie eine haben. Wir teilen nicht jedermanns Ansichten, praktizieren aber Meinungsfreiheit, d. h. hier interessiert das, was er oder sie hier schreiben und nicht, in welche Ecke sie ihn stellen oder er sie.
Der Webmaster


Am 04.05.2006 um 01:11 Uhr schrieb eva waschnig folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.wirausberlin.de
Eintrag  
Ich suche Informationen zu Adolf Helmuth Hess gestorben in Bautzen am 1.12. das Jahr weiss ich nicht 1955/1956 ? Danke für alle Hinweise.


Am 24.03.2006 um 12:34 Uhr schrieb Michael Nährig folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    Wer kann mir nähere Informationen zum Schicksal des Onkels meiner Großmutter (väterlicherseits) machen? Herr Wilhelm Jungmichel wurde am 30.11.1889 geboren und verstarb am 28.02.1946 im Speziallager Bautzen. Der offizielle Haftgrund lautete "Polizist".

Wem sind nähere Umstände über seine Verhaftung, Haftzeit und Tod bekannt?


Am 01.05.2005 um 22:52 Uhr schrieb Torsten Zech folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Ich suche die letzte Ruhestätte meines Ur-Großvaters Friedrich Ernst Seifert, geboren am 30.03.1886 in Altenhof/Sachsen, zuletzt wohnhaft in Leisnig/Sachsen. Nach Aussage meiner Großmutter (seiner Tochter) wurde er nach Kriegsende von unbekannten Personen abgeholt und zunächst auf der Burg Mildenstein (Leisnig) festgehalten und dann an einen uns nicht bekannten Ort gebracht. Weiterhin ist meine Großmutter später von einem Unbekannten angesprochen worden, der ihr mitteilte, dass ihr Vater nicht wieder kommen würde. Auf Grund der geographischen Nähe nehme ich an, dass mein Ur-Großvater nach Bautzen gebracht wurde und dort gestorben ist. Ein anderes Gerücht besagt, Er wäre nach Oppeln (heute Polen) gebracht worden und dort gestorben. Welchen Grund kann es haben, daß man Ihn nach Schlesien gebracht hat. Bin für jeden Hinweis sehr dankbar.


Am 14.04.2005 um 01:08 Uhr schrieb EVA folgendes ins Gästebuch:
Eintrag  
Ich suche nach Spuren betr. meines leiblichen Vaters, habe vor langer Zeit Unterlagen gefunden das er 25 Jahre wegen Hochverrats bekommen hatte und in Bautzen inhaftiert war - sein Name Gustaf Adolf Heß er starb am 1.12.1956 oder 1957. Wer weiß etwas darüber, der neue Mann meiner Mutter hat alle Unterlagen und Bilder über ihn vernichtet. Danke vorab für evtl. Hinweise.


Am 14.03.2005 um 10:59 Uhr schrieb Thomas G. Poehlmann folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Mein schlimmstes Ereignis in Bautzen war folgendes:
Ich habe einige Zeit in der Buecherei der Bibliothek gearbeitet. Da ich meinem Freund, dem Sprecher der Zeugen Jehovas Armin Sieber, eine Bibel aus der Bibliothek schmuggelte und diese bei einer sogen. "Filzung" (Durchsuchung)von dem Aufseher "Meng-Meng" gefunden wurde, bin ich zu 2x21 Tagen Mumpe (Arrest im Keller) in einer schrecklichen Arrestzelle mit Zwischengitter verurteilt worden. Von einen Räum-Knüppelkommando bin ich unter Aufsicht des damaligen Obltn. f. Kulur die Treppen von der 2. Etage bis im Keller runtergeschlagen worden. Anschliessend an die Arresthaft kam ich in Absonderungshaft Haus I. Dort musste ich miterleben , das ein Mithäftling in der Nebenzelle sich erhängte. Dies passierte kurz nach der Zählung. Dies hoerte ich durch Diskussionen des Wachpersonals, das kurz vor der Nachtruhe noch einen Kontrollgang mit Blick durch die "Spione" machte." Lass Ihn bis morgen hängen, da ist er kalt" -sagte einer der Aufseher. Vielleicht hätten diese Aufseher den Mithäftling retten könen. Das schlimmste aber war, das ich durch die Zeugen erfuhr, das man Ihn wie ein Stück Vieh, bedeckt mit einer Plane aus der StVA rausbrachte. Ich musste immer daran denken bis heute noch.
Anschliessend an die ISO-Haft musste ich als Spänefuchs die schlimmste Dreckarbeit in der Traglufthalle des Mähdrescherwerks Neustadt machen, welche in der StVA sich befand bis zum Ende meiner polit. Haftzeit.
Nachtrag: Ich war von Sept.1973-Sept.1976 wegen staatsfeindl. Hetze und Aufnahme von Kontakt zu ausländ.Missionen zur Vorbereitung der Republikflucht in Haft. Dies geschilderte Ereignis war im Jahre 1975. Der damalige Kulturoffizier war der Oberleutnant Mehnert.


Am 19.12.2004 um 14:57 Uhr schrieb Franz- Friedrich Welter folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://hometown.aol.de/ffwgrafik/homepage/privat.html
Eintrag    
Bensberg den 19. Dezember 2004

Liebe Kameradinnen, Kameraden und sehr verehrte Gastleser,

Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes NEUES Jahr!
Wo bleibt die viel beschworene Einigkeit derer, die wir im GELBEN ELEND beschworen haben?
Leider ist sie aus der Strecke geblieben.

Schach:

Schach du königliches Spiel,
warst ein Gewinn für unsere kranken Herzen,
für Zeit des Spiels, das Elend um uns her vergessend,
im Gelben-Elend.
Mit Leidenschaft so mancher Kampf bestritten,
die wir hier macht und rechtlos hinter Gitter,
so waren wir im Spiel oft König,
im Gelben-Elend
Es galt die Gleichheit als Gesetz,
ob jung ob alt, z.T. noch Kinder und auch Greise,
im Spiel da waren wir noch wer;
im Gelben-Elend.
Angefangen mit Mannschaft A,
über A1 bis hin zu D 2 waren wir ungebrochen,
von hunderten an Leidensgenossen;
im Gelben-Elend.
Disziplin im Spiel war oberstes Gebot,
mit Liebe und Verbundenheit,
kein Streit zum Ärger unserer Peiniger,
im Gelben-Elend.

Bautzen ab 1948
*************************************

Mit kameradschaftlichen Grüßen
Franz- Friedrich Welter


Am 05.11.2004 um 00:18 Uhr schrieb TeamStasiopfer folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.stasiopfer.de
Eintrag    
Gratulation zu dieser inhaltlich und optisch sehr gelungenen Internetpräsenz. Zur Aufarbeitung der SBZ/DDR im Internet braucht es noch viel mehr so vorbildliche Dokumentationen von Betroffenen und Opfern.


Am 04.10.2004 um 20:40 Uhr schrieb Helge Dietrich folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Ich war heute in Bautzen und habe mir die Gedenkstätte angesehen. Ich möchte Ihnen ganz herzlich danken.
Selbst war ich nicht in Bautzen, aber mein Vater, Dr. Herbert Dietrich aus Dresden, war von 1948 bis 1956 in Bautzen. Er hatte ursprünglich 25 Jahre. Den Grund weiß ich nicht, denn er hat uns kaum etwas von dieser Zeit erzählt. Er ist 1987 verstorben. Sollte jemand in Ihrem Komitee sein, der ihn gekannt hat, so würde ich mich freuen, wenn eine Verbindung hergestellt werden könnte.
Außerdem möchte ich irgendwie helfen, denn mein Vater hätte auch geholfen. Wie kann ich etwas mittun, damit nichts in Vergessenheit gerät. Herzlichen Gruß Helge Dietrich.

Am 03.09.2004 um 16:45 Uhr schrieb J folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Ihr seid doch ein raktionärer Haufen.

Hoch die internationale Solidarität!
mfg j
Kommentar    Für Nachahmer und Interessenten: Die IP des Schreibers lautet 217.162.159.X
_.dclient.hispeed.ch, wobei das X für den letzten Teil der IP steht, der von mir hier nur aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht aufgeführt wird.

Es ist also recht einfach, solche Schwachköpfe zu identifizieren und gegebenenfalls strafrechtlich zu belangen.

Der Webmaster


Am 25.08.2004 um 07:09 Uhr schrieb xing-hu kuo folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Liebe Kameraden,
als Gründungsmitglied des Bautzen-Komitees (Mitgliedsnr. 23!),ehem. Pressesprecher des BK, freue ich mich über die Website. Es fehlt jedoch ein Link zum OFB, der 1995 als Vertreter der Bautzen-II-Häftlinge gegründet wurde und als solcher anerkannt wird, er ist z.B. im Stiftungsbeirat vertreten. Auch wundert mich der Link zum MfS-Insiderkomitee. Was sollen wir als Opfer der Stasi mit den heulerischen und heuchlerischen Rechtfertigungen dieser Kriminellen? Etwa auch Tränen vergiessen wegen ihrer privilegierten Behandlung im vereinigten Deutschland, der "Gesamtdeutschen DDR"? Ein zehntausendfach überführter IM Sekretär ist heute Bundesminister, die PDS regiert in Berlin(!) und Meck-Pom mit, bald vielleicht in Brandenburg alleine oder mit der SPD.Statt eines türkischen Bürgermeisters hat der Berliner Bezirk Kreuzberg eine rote PDS-Tante als Bürgermeisterin. Mir wäre ein Türke tausend mal lieber! "Der Osten ist rot" hieß es in einem maoistischen Lied, bald aber kann ganz Deutschland rot werden, bloß keine Schamröte!
Als Flüchtling vor diesen Gräueln grüße ich Euch allen herzlich aus dem Stasi- und PDS-freien Holland!Auch die KP der Niederlande hat sich 1991 selber aufgelöst, Holland ist das einzige Land in Europa OHNE kommunistische Partei!
X.H.Kuo
Kommentar    Lieber Herr Kuo,

vielen Dank für Ihren Beitrag zu unserer Website. Was den von Ihnen bemängelten Link zum OFB betrifft, so konnte ich bisher trotz intensiver Recherche keine Website oder E-Mailadresse finden, auf die ich verlinken könnte. Leider ist auch das Büro im Haus nicht besetzt und vom OFB selbst hat sich auch noch keiner bei mir gemeldet. Vielleicht können Sie mir ja helfen, denn selbstverständlich würden wir auch auf die Opfer von Bautzen II hinweisen.

Was Ihre Kritik in Bezug auf das „MfS-Insiderkomitee“ betrifft, so muss ich Ihnen Widersprechen. Dieser Link ist nicht bei uns sondern auf einer anderen Website gelegt, auf die wir lediglich verlinkt haben. Dabei handelt es sich um eine Gruppe ehemaliger Bautzen II Häftlinge. Das wir für den Inhalt anderer Websites nicht verantwortlich sind, wird im Impressum auch explizit erwähnt. Fairerweise sollte man aber erwähnen, dass die Gruppe ausdrücklich darauf hinweist, um was für einen Link es sich handelt und sich auch mit seinen Gegner zu beschäftigen, halte ich persönlich auch nicht für falsch!

Alex Latotzky, Webmaster


Am 30.06.2004 um 10:48 Uhr schrieb Heidrun Budde folgendes ins Gästebuch:
Eintrag  
Herzlichen Dank für das Einstellen des Totenbuches. Hinter jedem Namen gibt es ein Schicksal, das in der DDR Jahrzehnte verschwiegen wurde. So wird doch wenigstens noch dran erinnert.


Am 26.06.2004 um 21:45 Uhr schrieb Gustav Rust folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.gustav-rust.de
Eintrag    
Habe noch etwas vergessen:
"Gebhard Putlitz" ist falsch. Der vollständige Name lautet:
Gebhard Gans Edler Herr zu Putlitz, im täglichen Gebrauch: Gebhard zu Putlitz.
Er ist verewigt in meinem 740-Seiten-A-4-Wälzer: "In den Fängen von NKWD und Stasi mit Schandmauer und Stacheldraht" (deutsch und englisch) zu sehen in meiner HP unter "Bücher". Gebhard zu Putlitz stürzte sich bekanntlich auf West III in den Tod, weil ihm Angehörige der NKWD-Wachmannschaft mit Hilfe eines Schraubenziehers, wegen der Goldkronen, die Zähne ausbrechen wollten, wie sie es schon vorher bei anderen Häftlingen taten.
Warum wird dies in der Homepage verschwiegen? Gebhard zu Putlitz wurde, wie alle Junker, enteignet, er bekam einige Hektar Land zugeteilt, das er bewirtschaftete und plötzlich wurde er vom NKWD verschleppt. Leider weiß ich nicht mehr darüber zu berichten. Wenn Ihr Euch dafür interessiert, dann schreibt mir, ich werde den Brief an Prof. Dr. med. von Barsewisch auf Groß-Pankow weiterleiten, der eine Augenklinik betreibt und sehr beschäftigt ist...
MkG,
Gustav Rust


Am 26.06.2004 um 21:28 Uhr schrieb Gustav Rust folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.gustav-rust.de
Eintrag    
Liebe Kameraden,
herzlichen Glückwunsch zu Eurer Homepage. In: "Verzeihen heißt nicht vergessen", der VOS-Bez.-Gruppe Torgau (von dem ich nur noch 6 Expl. habe, dann ist es vergriffen) ist für das Sowjet-KZ Bautzen von 18000 Toten die Rede, wie es auch ein Kamerad weiter unten angibt. Verändert bitte den Einführungsgstext dahingehend, sonst könnten Jüngere, die nicht allzuviel Ausdauer haben, die angegebene Zahl für Wahrheit nehmen...
Ich war u.a. auch im "Gelben Elend" und dort 1968/69 ca. vier Monate in Einzel-und Dunkelhaft im Keller des Hauses 2 und, nachdem ich einen "Filmriß" bekam, den geringen Strafrest über im HKH und noch einmal auf der Station, ohne noch einmal zur Arbeit eingesetzt zu werden.
Ich wünsche Euch vor allem Gesundheit und verbleibe mit kameradschaftlichen Grüßen,
Gustav Rust


Am 25.06.2004 um 15:08 Uhr schrieb Kurt Pickel folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Nach einem Blick in das Totenbuch lief es mir eiskalt über den Rücken.-Viele bekannte Namen,aber auch Fehlende Zum beispiel Herrmann Schäfer aus fürstensee in Mklbg.oder Erwin Mahn aus Zittau.Beide sind in meiner Zelle verstorben und zwar im Mai 1949.den tag weiß ich leider nicht mehr.
Euch allen Dank für Eure Arbeit.-
Kommentar    Lieber Herr Pickel,
vielen Dank für Ihr Lob. Wir wissen, dass viele Namen fehlen und bedauern das zutiefst. Um uns aber gegen jegliche Form von angeblichen "Übertreibungen" abzusichern, haben wir ganz bewußt nur jene Namen aufgeführt, die durch Dokumente bisher zweifelsfrei nachgewiesen sind.

Der Webmaster


Am 15.05.2004 um 21:28 Uhr schrieb Pokorny Klaus folgendes ins Gästebuch:
Eintrag    
Da ich ca. 20 Jahre in der StVA Bautzen I
Dienst versehen habe bin ich natürlich aus eigener Erfahrung nicht ganz mit Ihren Ausführungen auf ihrer Hompage einverstanden.Da ich auch bei den Ausgrabungen auf dem Karnickelberg indirekt dabei war kommt mir die Summe der Toten auf dem Grabstein (248 Tote) wie ein schlechter Witz vor. Ich weiß nicht wie Sie zu dieser Summe kommen.
Aber schon die alten Dichter sprachen von "künstlerischer Freiheit".
Ansonsten bin ich dafür , daß man Geschichte aufarbeitet ,aber bitte mit ordentlichen Fakten.
Kommentar    Das Sie, Herr Pokorny und Ihre Kollegen, mit unserer Homepage einverstanden sind, haben wir auch nicht erwartet. Schließlich gehörten Sie zu jenem Teil der Gesellschaft in der „DDR“, der Menschen, die dort nicht mehr leben wollten, an der Grenze niederschießen ließ oder sie wegen ihrer politischen Meinung in Gefängnisse steckte, wo sie dann von Leuten wie Ihnen bewacht wurden.
Ja, ich wünschte die von Ihnen monierte Zahl wäre nur ein Witz, sie ist aber leider grausame Wahrheit und hat mit "künstlerischer Freiheit", wie Sie es nennen, nichts zu tun. Sie finden sie übrigens auch auf der Website der Gedenkstätte angegeben, aber da arbeiten für Sie vermutlich auch nur „Dichter“ und „Künstler“.

Wir werden hier weiterhin unsere Erlebnisse im „gelben Elend“ schildern, egal, ob Sie diese Fakten für „ordentlich“ halten oder nicht. Diese Entscheidung überlassen wir getrost den vielen Besuchern unserer Website.

Der Webmaster


Am 01.04.2004 um 01:13 Uhr schrieb Franz-Friedrich Welter folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://hometown.aol.de/ffwgrafik/homepage/privat.html
Eintrag    
Bensberg den 01. April 2004
Hier nachfolgend einen Ausschnitt aus meinen Aufzeichnungen von 1954 die mich gestern nicht los ließen.
*************************

Blatt –28 -

Hier nun eines der denkwürdigsten Ereignisse im „Gelben Elend.“
Vormittags am 31. März 1950 nach einigen Stunden Arbeit brach ein Hungerstreik
aus.
Es öffneten sich am Haus drei die Fenster und über die Blenden hinweg schoben
sich Betttücher und Lappen von verschiedenen Farben. Gewaltig und
beängstigend waren die sich fortpflanzenden Wogen der Sprechchöre zu hören.
Solidarisch schloss sich Haus zwei und der Kreuzbau an. Es war ein gewaltiges
Bild. An den Saalfenstern waren teilweise die Blechblenden mit Gewalt entfernt
worden. Die wehenden Tücher, sowie die an den Gitterstäben hängenden
Menschen, ließen mir einem Schauer über den Rücken laufen. Die Menschen
machten in all der aufgespeicherten Wut ihren Herzen Luft. „Gebt uns Brot!“
„Wir verhungern!“ „Wo bleibt unsere Freiheit?“ Wir rufen das schwedisch Rote
Kreuz!“ „Wo bleibt das Versprechen des Präsidenten Pick?“ „18.000 Tote klagen
an!“ “Hunger, Hunger, wir verrecken!“
Immer und immer wieder wurden diese doch berechtigten Forderungen und
Anschuldigungen wiederholt. Der Einklang dieser Sätze war erstaunlich schnell
mit den anderen Häusern, so auch mit dem Kreuzbau hergestellt worden und fand
in akustischen Harmonie und nicht enden wollenden Wiederholungen ein
befreiendes Ventil. Es war der Aufschrei der Verzweifelten, der hier stimmgewaltig
und in gewaltigen Wogen die Stadt Bautzen überrollte. Trotz der Schwäche der
Menschen, hatten sie die Kraft gefunden zum gewaltigen Schrei für Freiheit und
Brot. Wir hatten uns dem angeschlossen, da es uns bewusst war, es ist unsere
Pflicht. In dieser angespannten Atmosphäre vergingen Stunden, bis die Stimmen
schwächer wurden und uns zur Beendigung zwangen. Doch immer noch hingen
die Gequälten wie Trauben an den Gitterstäben. Pfui Rufe in Richtung der Blauen,
die damit beschäftigt waren, die ausgerollten Wasserschläuche an die Hydranten
anzuschließen. Mit Wasser wollten die Blauen ihre Opfer von den Fenstern
vertreiben. Doch der Wasserdruck war zu schwach. Der Wasserstrahl reichte nicht
einmal bis zu den untersten Fenstern und unter einem allgemeinen Gelächter
sahen sie sich genötigt, ihr Vorhaben aufzugeben. So ernteten sie nur Hohn und
Spott. Wir die Wirtschaftshof Beschäftigten hatten uns in sicherer Entfernung
in die Malerbaracke geflüchtet. Seitlich des Ostflügels öffnete sich das dortige Tor
und so an 30 weitere Blaue stürmten als Verstärkung zu ihren Kollegen. Sie
stürmten mit Gummiknüppeln in den Händen gemeinsam die Säle und in jedem
Saal jagten sie die wehrlosen Menschen, die schwach und erschöpft waren, sie durchknüppelnd von einen Ecke des Saales in die andere.
Keiner entging ihnen. Wir hatten uns aus der Malerbaracke in unseren eigenen
Arbeitsraum zurückgezogen. Der Wachhabende auf dem Turm der Außenmauer
rief uns nur zu, wir sollen die Tür hinter uns zu machen. Gewiss, die Tür konnten
wir hinter uns schließen, aber bis hierher, bis in diesen Raum hörten wir die
Hilferufe derer die da geschunden wurden.
Bereitschaftswagen waren dem Schlägertrupp gefolgt und Russen waren auch
in der Eigenschaft von Beobachtern dabeigewesen.
Ein Polizeirat Namens Schulz hatte den Befehl zum Losschlagen erteilt. Auch die
Tuberkulosekranken im Haus drei waren zusammengeschlagen worden. Der
Pöbel hatte seine grenzenlose Wut auf uns, auf sadistische weise praktiziert.
Erst in den Nachmittagsstunden ebbten die Klageschreie ab.

Liebe Bautzener Kameraden,
nutzt dieses Forum, da wir ja immer weniger werden!
Kommentar    Lieber Herr Welter,

vielen Dank für Ihren sehr informativen Beitrag. Sehr viel schöner wäre es aber, wenn Sie diese wichtigen Informationen und noch vieles mehr auf einer eigenen Homepage veröffentlichen würden, auf die ich dann gerne verweisen werde. Zur Zeit steht da ja leider noch nichts zu diesem Thema. Wenn Sie es aber dort nicht dokumentieren und aufschreiben, wer soll es denn dann tun? Niemand kann die Geschichte der Bautzener Häftlinge besser beschreiben als die, die sie selbst erlebt haben.
Dieses Gästebuch hier (es ist kein Forum!) dient für kurze Informationen, Anregungen oder Suchmeldungen und ist für so informative Beiträge wie Ihre der denkbar schlechteste Ort.

Hier daher meine Aufforderung an Euch: Holt Euch eine Homepage (die kostet oft keine 10,.EUR im Jahr!). Bittet Eure Kinder, Enkel, Freunde um Hilfe und schreibt Eure Geschichte auf, bevor es zu spät ist!!!


Am 29.02.2004 um 00:36 Uhr schrieb Hans Corbat folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.corbat-baudissin.de
Eintrag    
Lieber Alexander Latotzki,
eine sehr gute Web-Site. Da es inzwischen eine ganze Reihe von guten Artikeln und Büchern, auch Filmen und Video-Berichten über unsere unterschiedlichen Schicksale im Gelben Elend gibt, finde ich, daß auch eine Rubrik mit Medien-Hinweisen geben sollte. Ebenso sollte es unbedingt eine Rubrik über die Massengräberstätte "Karnickelberg" geben,
insbesondere auf die Gedenkkapelle und wo diese zu finden ist.


Am 26.01.2004 um 22:22 Uhr schrieb webmasteruokgde folgendes ins Gästebuch:
Homepage    http://www.uokg.de
Eintrag    
Herzlichen Glückwunsch zu dieser neuen Homepage! Informationen über die politischen Verbrechen in der DDR sind im Web dringend nötig. Besonderen Dank, daß Sie uns verlinkt haben! Desgleichen haben wir heute auch getan.

Bautzen-Komitee e.V.
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02625 Bautzen
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